Grunge hat sich in den 1990er Jahren aus einer Undergroundbewegung in Seattle entwickelt. Aus diesem Grund ist die Mischung von Punk Rock und Heavy Metal unter dem Namen Seattle-Sound bekannt.

Charakteristika des Musikstils Grunge

Während sich einige Grunge-Bands in Richtung Metal bewegten, blieben andere näher beim Punkrock. Gemeinsam war allen der typische Seattle-Sound. Typisch waren auch die akustischen Rückkopplungen der E-Gitarre und die Verzerr-Effekte, die ungeschliffen und rau wirken. Charakteristisch für diesen Musikstil ist darüber hinaus, dass die Sounds grundsätzlich nicht nachbearbeitet wurden. Das gab der Musik einen unkonventionellen und unabhängigen Touch.

Entstehung und Entwicklung des Grunge

Grunge entwickelte sich in den 60er und 70er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts als Überbegriff, um die rauen und markanten Sounds der Musik zu umschreiben. Grunge bedeutet übersetzt „dreckig“ und genau so sollen die Klänge in den Ohren klingen. Die ersten Bands, die sich diesem Sound verschrieben und damit experimentierten, hießen The Stooges und The Velvet Underground. Erst Bands wie Hüsker Dü erreichten in den 80er Jahren ein breiteres Publikum. Zum eigenständigen Subgenre wurde Grunge erst Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre ernannt, als Bands wie Nirvana, Pearl Jam und Soundgarden Bekanntheit erlangten. Seattle entwickelte sich zum Zentrum dieser Entwicklung aufgrund des provinziellen Charakters der Gegend, in der unbekannte Musiker Auftrittsmöglichkeiten suchten. College-Radiosender sorgten für die Verbreitung des Genres, da sie vor allem Independent Musik spielten.

Der Durchbruch und das schnelle Ende

Den Durchbruch und größere Bekanntheit erlangte das Genre mit der Band Nirvana Ende der 80er Jahre. Das Plattenlabel Sub Pop Singles Club begann, die Grunge-Band gemeinsam mit anderen als “Seattle-Sound” zu vermarkten. Zunächst stieß dieser neue Sound auf wenig Interesse, bis 1991 das Album „Nevermind“ von Nirvana erschien. Der Song „Smells like Teen Spirit“ avancierte zum Hit in den Charts. Der Erfolg und die Bekanntheit gingen schnell verloren, als 1994 der Sänger von Nirvana, Kurt Cobain, an einer Überdosis starb. Die Drogenprobleme in der Grunge-Szene waren immens und das Musikgenre verlor damit schnell an Popularität.